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Tour Markgräfliche Schlösser

3-Schlösser-Besichtigungstour





(eigene Anreise mit Bus oder Pkw)
Dauer: ca. 3 Std.
Fahrtstrecke gesamt: 20 km.

SCHLOSS BIRKEN:

Schlosshof Birken 27
95447 Bayreuth
Führung durch die Jagd-, Waffen- und Kunstsammlungen
der Familie Peter Rothenbücher

SCHLOSS SCHREEZ:

95473 Haag, Unternschreez/Schlosshof 1
Führung durch die Waffenhalle und die original eingerichteten Räume der Freiherren von Seefried und der Familie Dr. Denig

SCHLOSS THIERGARTEN:

95448 Bayreuth, Oberthiergärtner Str. 36
Aussenbesichtigung

EHEMALS MARKGRÄFLICHES GUT THIERGARTEN:

95448 Bayreuth, Oberthiergärtner Str. 15
jetzt Landgasthof der Familie Trunk
mit Einkehrmöglichkeit, Tel: 09201-9178585

TERMINE:

1. April – 15. Oktober
nach Vereinbarung

KOSTEN:

Führungen und Eintrittsgelder: € 10,–
(Nur Gruppen ab 10 Personen)

ANMELDUNG UND BUCHUNG:

Peter Rothenbücher KG
Schloss Birken
Schlosshof Birken 27
95447 Bayreuth
Tel (0921) 61878, Fax (0921) 58911
info@rothenbuecher-birken.de

Schloss Birken

Informationen zum Schloss



Das auf einem kleinen Hügel zwischen Stadtmitte und Universität im
Stadtteil gleichen Namens gelegene Schlösschen wurde 1459 erstmals
als ein Haus auf der „Pircken„ urkundlich erwähnt. Nach 1647 errichtete Erbprinz Erdmann August von Brandenburg-Bayreuth (1615–51) das Jagdschloss Birken.

Markgraf Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth schenkte 1686 seinem Oberhofmarschall Hans Wilhelm von Erffa wegen eines Besoldungsrückstandes sein Jagdschloss Birken nebst Gut und den dazugehörigen Ländereien. 1687–92 Abriss des alten Jagdschlosses und Neubau des jetztigen Schlosses nach Plänen des markgräflichen Architekten Charles Philippe Dieussart. Die Stuckdecken des Treppenhauses und in den Repräsentationsräumen des 1. OG wurden zwischen 1689 und 1692 von dem Italiener Bernardo Quadri entworfen.

Unter Premierminister Erdmann Freiherr von Stein erlebt Schloss Birken 1724–39 seine Blütezeit. Während der Sommermonate ist Birken die ständige Residenz des markgräflichen Ministers. Im Audienzsaal des 1. OG empfängt er Hofbeamte, Gesandte und Bittsteller. Es werden große Hofjagden abgehalten. Im Barocksaal finden glanzvolle Feste statt.

Markgräfin Wilhelmine (1709–58) und Markgraf Friedrich (1711–63) sind oft zu Gast.

1740-1956 Baron von Steinsche Stiftung
1956-1975 Privater Wohnsitz der Familien von Hoesslin
Ab 1975 Privater Wohnsitz der Familie Peter Rothenbücher,
Ab 1979 Kunstversteigerungshaus P. Rothenbücher KG
Ab 2012
In den Wohn- und Geschäftsräumen wird die in 4 Generationen Rothenbücher gewachsene Kunstsammlung zur Geschicht der Bayreuther Markgrafen, ihrer Minister und Hofbeamten aufgestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Schloss Birken - Eingangshalle

Schloss Schreez - Aquarell von H.J. Schirmer 1987

Schloss Schreez Innenraum

Schloss Schreez



An der alten Handels- und Heerstrasse am nordöstlich gelegenen Abhang des Sophienberges erbaut wurde 1265 erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1278 markgräfliches Lehen der Herren von Nankenreuth. Nach dem Tod des letzten Nankenreuthers, Philip Albrecht, 1613 Lehensheimfall an die Markgrafen von Bayreuth.

Unter Markgräfin Maria, der Gemahlin Markgraf Christians, erlebte Schloss Schreez seine Blütezeit. Es wurde eine bedeutende Haushaltsverwaltung eingerichtet und mehrere Rittergüter dazugekauft.

Ab 1667 ließ Markgraf Christian Ernst den Thiergarten bei „Schreez„ anlegen und nutzte fortan das Schloss als Jagdschloss. Es wurden große Parforcejagden auf die kapitalen Hirsche des Thiergartens abgehalten. 1791 kam Schreez an das Königreich Preussen. Nach mehrfachen Besitzerwechseln, zuletzt an die von Brandenstein, erwarb 1907 Karl Reichsfreiherr von Seefried auf Buttenheim Schloss Schreez und vervollständigte die Inneneinrichtung aus dem Inventar anderer Schlösser der Familie.

Seine Tochter Lili Freiin von Seefried heiratete 1912 den amerika-nischen Augenarzt Prof. Dr. Rudolf Denig. Das Schloss wurde zwischen 1922 und 1928 renoviert und diente der Familie zunächst als Zweitwohnsitz. 1952 siedelte die Familie von New York nach Deutschland über und bewohnte Schloss Schreez dann dauerhaft.
Beider Sohn, Dr. Alfred Denig, errichtete nach seinem Tod 2005 testamentarisch die „Dr.Alfred-Denig-Stiftung„ zur Erhaltung des Schlosses als Baudenkmal und um es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. •

Schloss Thiergarten

Schloss Thiergarten



Bereits ab dem Jahre 1676 ließ Markgraf Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth südlich der Stadt auf einer kleinen Anhöhe eine sternförmige Jagdanlage errichten und in deren Zentrum ein kleines Schlösschen bauen. Sein Nachfolger Markgraf Georg Wilhelm ließ das alte Jagdschloss abreißen und 1716–21 Schloss Thiergarten erbauen wie es sich heute noch präsentiert. Die Pläne fertigte der markgräfliche Hofbaumeister David Räntz.

Der Grundriss war in der Form des Ordenskreuzes, des vom Markgrafen Georg Wilhelm 1705 gestifteten Roten-Adler-Ordens „de la Sincerité„ geplant. Zur Ausführung kam jedoch nur der ottogonale turmförmige Mittelbau, an dessen östlicher und westlicher Stirnseite ein trapezförmiger Flügel ansetzt. Die Stuckarbeiten wurden von Dominico Cathenazy entworfen und ausgeführt.

Es wurden große Parforcejagden abgehalten und Bären und Wölfe lebend gefangen.

Ab 1750 verlor das Schloss an Bedeutung, da Markgräfin Wilhelmine und Markgraf Friedrich bevorzugt die Eremitae b. Bayreuth und das Jagdschloss Kaiserhammer i. Fichtelgebirge nutzten. Thiergarten wurde Dienstwohnung des Wildmeisters und Försters.

Anfang des 20. Jh. wurde Thiergarten durch die Bayreuther Fabrikantenfamilie Bayerlein von Grund auf saniert und restauriert. Später wurde das Haus als Schlosshotel genutzt.

Heute beherbergt es eine Internationale Schule. •

Gut Thiergarten - Außenansicht mit Fachwerk

Gut Thiergarten - Gastraum Säulenhalle